Abschied
Nachfolge -Empfehlung
Willkommen
Unsere Praxis
keine Angst ?
Unsere Praxis-Philosophie
Was bieten wir an
Patienten-Infos Zahnmedizin
Pat.-Infos Allgemeinmedizin
Beipackzettel verstehen
Winkelfehlsichtigkeit
Schulnoten für Ärzte
Wichtigste Vorsorgeuntersuchungen
Jede Körperzelle ...
Kolloidales Silber ?
Die Schilddrüse
Farben des Urins
Zöliakie
Licht essen ?
Sodbrennen
Juckreiz
Einnahme von Medikamenten
Hautkrebs erkennen
Pillen nicht mit Mineralwasser
Hormone in Mineralwasser
Chemie in Babyflaschen
Mineralwasser
Zecken
Der Hörsturz
Allergietest nach Dr. COCA
Der heilende Garten
Mondeinfluß - Biorhythmus
Aufschließen von Träumen
Ernährung
CocaCola und Krebs
Krankheit
Kräuter der Hexenküche
"Der Impffriedhof" von 1912
Das Ölziehen
Lakritz und Hirnentwicklung
Organtransplant. kritisch
Richtig atmen
Das Wunschkind
Kritische Texte
Patienten über uns
Tips bei Zahn-Notfällen
Notdienst-Nummern
Links
Anfahrt
"Ärzte gegen Tierversuche"
Medizinische Flüchtlingshilfe
Dr. Brockhausen privat
Glück ?
Impressum
Die GZM
Aktuelles
Und jetzt was zum Lachen
Unvermeidlich: Plagiate


In der Natur graut mir ja vor ziemlich nix ... und auch Ekel kenne ich in dieser Beziehung kaum. Wie Goethe sagte, liegt die Schönheit bekanntlicherweise im Auge des Betrachters und für mich hat die Schöpfung nur schöne Aspekte. Mit einer Ausnahme: Die ZECKE.

Dieses Tier, auch Holzbock genannt, das mit seinenn 8 Beinen zur Ordnung der Milben und damit zur Klasse der Spinnentiere gehört (ich liebe und bewundere "normale" Spinnen), jagt mir einfach Angst, Schrecken und sogar Panik ein, wenn ich eines auf der Suche nach einer geeigneten Einstichstelle auf meiner Haut herumgeistern sehe.

Weibliche Zecken saugen dabei erheblich mehr Blut, als die Männchen. Sie brauchen das Blut zur Bildung von bis zu 3.000 Eiern. Eine vollgesogene weibliche Zecke wiegt ungefähr 200 mal so viel, wie vor der Blutmahlzeit. Um so viel Blut aufzunehmen, braucht die weibliche Zecke bis zu 10 Tage, um dann ihren Wirt freiwillig zu verlassen.

Bei den erwachsenen Männchen ist die Blutmahlzeit je nach Zeckenart unterschiedlich. Manche Arten brauchen für ihre Blutmahlzeit mehrere Tage bis hin zu Monaten, andere saugen gar nicht. Sie besuchen einen Wirt "nur", um dort nach einem Weibchen Ausschau zu halten (siehste - auch bei den Zecken denken die Männchen immer nur an "das Eine"). Die Männchen sterben nach der Begattung, die Weibchen nach der Ablage der Eier.

Ein Blutegel darf und soll mich löchern und Blut abzapfen - das ist eine höchst gesunde Angelegenheit. Aber die Zecke, die dasselbe tut, hat die Unverfrorenheit, mir dabei als kleines Dankeschön eine ekelige Brühe zu injizieren, die Borreliose- oder/und FSME-Errger enthält.

Die Symptome einer FSME Infektion, die sofort nach dem Einstich stattfindet, sind sehr vielseitig und reichen von einer Sommergrippe bis hin zu schweren neurologischen Störungen; die Borreliose ist eine besonders tückische Erkrankung, weil sie wegen der vielen unterschiedlichen Symptome oft erst sehr spät erkannt wird.

Schon Zeckenlarven können Borrelien übertragen. Weil sie so klein sind, werden sie häufig nicht bemerkt. Die Wanderröte ist das Leitsymptom im ersten Stadium der Borreliose. Es zeigt sich oft schon Tage nach dem Zeckenstich in großflächigen kreisförmigen Rötungen.

Die Erreger der Lyme-Borreliose, das Bakterium Borrelia burgdorferi, befindet sich nicht in den Speicheldrüsen, sondern im Mitteldarm der Zecke. Es gelangt mit den Ausscheidungen der Zecke in dem menschlichen Körper. Das ist der Grund dafür, dass eine Übertragung meistens nicht in den ersten 24 Stunden nach Saugbeginn stattfindet.

Beide Infektionen lösen chronische Erkrankungen aus, die manchmal erst nach langen Jahren in Erscheinung treten, unheilbar sind und ein langes Siechtum bedeuten.

Von März bis Oktober ist Zeckensaison - und sie hat daher wieder längst begonnen. Damit Sie sich so gut wie möglich dagegen schützen können, habe ich hier einiges darüber zusammengetragen.

Und bei t-online können Sie ein Video des ZDF dazu betrachten

http://videos.t-online.de/zum-video/id_43657302/tid_embedded/sid_46870822/index



Ideale Bedingungen bieten Waldränder und Waldlichtungen mit hochgewachsenen Gräsern. Auch an Bachrändern mit entsprechendem Bewuchs sind sie zu finden. In Laub- oder Mischwald ohne grasigen oder krautigen Unterwuchs fühlen sich Zecken ebenfalls wohl.

Besonders viele erwachsene Zecken finden sich oft auf Gräsern oder krautigen Pflanzen an Wegrändern. Hier sind sie eine besondere Gefahr für Spaziergänger und Jogger.

Um auf einen Wirt zu gelangen, braucht die Zecken "Körperkontakt", wenn auch nur für Bruchteile von Sekunden. In dieser kurzen Zeit gelangt die Zecke von der Vegetation auf den Wirt. Sie wird sozusagen abgestreift.
 
Oft wird angenommen, Zecken ließen sich  von Bäumen fallen. Das stimmt nicht. Zecken erklettern die Vegetation, wobei Larven bis zu 25 Zentimetern, Nymphen (Larve > Nymphe > erwachsene Zecke) bis zu 50 Zentimetern und erwachsene Zecken bis zu 1,5 Metern Höhe erreichen können. Das ist eine Höhe von ungefähr dem 500fachen der eigenen Körpergröße. Dort klammern sie sich mit ihren hinteren Beinpaaren fest und warten auf einen vorbeikommenden Wirt.
 
Zecken "fühlen" den richtigen Wirt. Um einen geeigneten Wirt zu erkennen, haben Zecken im vordersten Beinpaar ein Sinnesorgan, das Haller´sche Organ, das auf thermische und chemische Reize (CO2, Milchsäure) des Wirtes reagiert. Milchsäure ist ein Bestandteil im menschlichen Schweiß. Dieses Organ wird bei der Lauerstellung vorgestreckt und kann so die Reize besser empfangen. Wird nun eine wartende Zecke durch Geruchsreize, durch Änderung im Licht, besonders zum Dunkleren hin oder durch Vibration gewarnt, dass eine mögliche Mahlzeit vorbeikommt, wechselt sie sofort von der Wartestellung in die Lauerstellung. Sie hängt sich dann an alles, was das Blatt oder den Grashalm auf dem sie sitzt, streift.
 
Warme Körperstellen mir weicher Haut werden bevorzugt.     Wird dann die Zecke abgestreift, sucht sie sich auf dem Wirt eine geeignete Stelle um zuzustecken. Sie bevorzugt Körperstellen mit dünner Haut, die besonders warm sind. Beim Menschen sind das speziell die Körperbereiche zwischen den Beinen, in den Kniekehlen, unter den Armen, im Nacken und am Haaransatz.
 
Pheromone der Weibchen können Männchen anlocken.     Eine Zecke bevorzugt auch solche Stellen auf ihrem Wirt, an dem sie geschlechtsspezifische Duftstoffe, sogenannte Pheromone, wahrnehmen kann. Bei den Schildzecken werden solche Pheromone nur von gerade saugenden Weibchen abgegeben und sie wirken auch nur auf saugende oder gerade gesättigte Männchen. Das funktioniert aber nur in einem kleinen Umkreis von wenigen Zentimetern. Allerdings bevorzugen abgestreifte Männchen, die einen Platz zum zustechen suchen, solche nach Pheromonen durftenden Stellen auf ihrem Wirt.

Weil die Zecke eine Art Betäubungsmittel in ihrem Speichel hat, mit dem sie die Einstichstelle benetzt, merken Sie den Einstich nicht. Ein roter Hautausschlag um die Einstichstelle bedeutet: Sie haben sich mit Borreliose infiziert.

Wer den Parasiten an seinem Körper entdeckt, sollte ihn so schnell wie möglich entfernen. Aber dabei kann man einige Fehler machen.

Das Wichtigste ist, die Zecke nicht zu übersehen. Vergessen Sie nicht, ihre Haut nach jedem Waldspaziergang oder Picknick im Park gründlich abzusuchen. Zecken sind meist in den Kniekehlen, Achselhöhlen oder an den Leisten zu finden.

Wenn Sie eine Zecke an Ihrem Körper entdeckt haben, warten Sie nicht zu lange mit dem Entfernen! Denn je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Übertragung von Borreliose-Bakterien.

Finger weg von Hausmitteln wie Klebstoff, Nagellack oder Öl. Sie töten zwar die Zecke, doch in seinem Todeskampf gibt das Tier eher Erreger in die Wunde ab. Das Risiko einer Infektion steigt also. Besser ist es, die Zecke lebend zu entfernen und erst danach zu töten. Geraten Sie nicht in Panik, wenn beim Entfernen der Kopf oder die Saugwerkzeuge der Zecke in der Haut stecken bleiben: Normalerweise stößt der Körper die Reste der Zecke selbst ab.

Die entfernte Zecke sollte man besser nicht mit den Händen zerdrücken. Denn die Körperflüssigkeit der Zecke kann Erreger enthalten. Geeignet ist ein fester Gegenstand, etwa einen Stein oder ein Glas.

So schützen Sie sich richtig

Im Wald sollten Sie immer die Wege benutzen und nicht im hohen Gras oder durch das Unterholz gehen. Dort lauern die Blutsauger.

Tragen Sie bei allen Aktivitäten im Grünen feste Kleidung, das heißt geschlossene Schuhe, lange Hosen mit Socken darüber und langärmlige Oberbekleidung. Wer trotzdem lieber in leichter Sommerbekleidung ins Freie geht, sollte helle Stoffe wählen. Darauf kann man Zecken besser erkennen.

Reiben Sie die nicht bekleideten Stellen mit einem Antizeckenmittel ein, auch Nacken und Gesicht. Sie bieten zwar keinen hundertprozentigen Schutz, können aber für ein bis zwei Stunden die Zecken vom Leib halten. In einer Untersuchung von Stiftung Warentest zeigten sich allerdings nur Mittel mit Kokosfettsäuren, dem Wirkstoff Bayrepel oder mit der Kombination aus folgenden ätherischen Ölen: Zeder, Nelke, Weihrauch und Patchouli als wirksam.

Nach einem Ausflug sollten Sie Kleidung und Körper nach Zecken absuchen. Hat Sie der Holzbock erwischt, greifen sie ihn am besten mit einer Pinzette, zur Not mit den Fingernägeln, so nah wie möglich an der Haut und ziehen ihn gerade (ohne zu drehen) heraus. Dabei das Tier nicht zerquetschen und kein Öl oder Klebstoff verwenden, denn unter Stress gibt die Zecke Sekrete ab, die eventuell Erreger enthalten. Stichstelle und Hände sollten Sie anschließend, wenn möglich, desinfizieren.

So schützen Sie Ihr Haustier
Regelmäßig Zecken suchen - Vorbeugen ist besser als heilen: Nachdem die Tiere sich im Freien ausgetobt haben, sollten man sie nach Zecken absuchen und diese entfernen.

Zecken gerade herausziehen - Für das Entfernen der Zecke eignet sich am besten eine Pinzette oder eine Zeckenzange. Die Stelle mit Ölen oder Klebstoff einzureiben ist tabu! "Das erstickt die Zecke und im Todeskampf erbricht sie die Krankheitserreger in die Stichwunde.

So kriegen Zecken heiße Füße - Die beste Vorsorge gegen Zecken ist ein spezielles Halsband, das den Wirkstoff Pyretroid enthält. Der Stoff verteilt sich über den ganzen Körper des Hundes und reizt die Sinnesorgane der Zecke. Den Tieren wird es an den Füßen zu heiß und das vertreibt sie. Vier bis sechs Monate hält der Schutz.

Tropfen gegen Zecken - Katzen sind in der Regel immun gegen Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden. Aber dennoch schleppen sie oft die Blutsauger an. Weil Katzen kein Pyretroid vertragen, eignen sich Präparate mit dem Wirkstoff Fipronil besser. Einfach die Tropfen im Nackenbereich des Tieres auftragen. Die Substanz verteilt sich von selbst über die Talgdrüsen.

Impfung gegen Borreliose

Gegen Borreliose bei Hunden gibt es eine Impfung. Allerdings ist sie kein hundertprozentiger Schutz, weil die Impfstoff nur in den USA getestet wurde und die Erreger dort sich von denen in Europa unterscheiden.