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Immer wieder sprechen mich Patienten darauf an. Sie haben irgendwo gehört und gelesen, daß die Einnahme von kolloidalem Silber wahre Wunder zu bewirken vermöge. Und auch, wenn ich ihnen dann zur Vorsicht aus gutem Grunde rate, wird die Einnahme heftig verteidigt, weil man ja "so viel Gutes" darüber lese.

Kritiklos wird die Silberlösung eingenommen und der Umstand, daß sie nicht sofort danach irgendwelche Beschwerden verspüren, ist dann der Beweis, daß "es gut sei".

Nun ist Silber nicht nur hübsch anzusehen, sondern es bewirkt tatsächlich etwas. Nicht umsonst waren die Türklinken in hochherrschaftlichen Häusern früherer Zeiten aus Silber ... und auch das "Tafelsilber" war nicht aus Silber, weil es so schön glänzt ... sondern weil Silber eine sogenannte "oligodynamische Wirkung" hat.

Das bedeutet, in Gegenwart von Silber sterben Mikroorganismen ab. Vergleichbar mit einem Antibiotikum, nur etwas milder.

(Für biologisch-medizinisch Vorgebildete und Interessierte: metallisches Silber oder schwerlösliche Silberverbindungen werden als sogenanntes „Kolloidales Silber“ vermarktet. Die antibakterielle Wirkung von Silber geht von Silberionen aus, die in wässrigem Milieu durch Lösung freigesetzt werden. Sie beruht nahezu ausschließlich auf Ag+ -Ionen. Ag2+ und Ag3+-Ionen sind biologisch unwirksam, weil sie unlösliche, nicht bioverfügbare Komplexe bilden. Silberionen führen zur Entkopplung der Atmungskette, binden zudem an Aminosäure-Reste von zellulären Proteinen (SH-, NH2-, Imidazol-, Phosphat- und Carboxyl-Gruppen) und an DNA. Weitere cytotoxische Effekte entstehen infolge der Auslösung von oxidativem Stress.)

Bakterien und Pilze verursachen eine Reihe Erkrankungen im Menschen ... aber andererseits haben wir auch eine Unmenge Bakterien als Untermieter im Darm, die wir dringend zum Gesundbleiben brauchen. Sie arbeiten für uns Tag und Nacht und ohne sie würden wir in kürzester Frist sterben.

Jedes Atom Silber, das wir zu uns nehmen, tötet natürlich auch diese "guten" Bakterien ab. Denn Silber kann nicht unterscheiden, ob die kleinen Lebewesen vor ihm erwünscht und dringend benötigt oder unerwünscht sind.

Ein Schlucken von Silberlösungen (der Begriff kolloidales Silber bezieht sich auf seinen chemisch-physikalischen Zustand, der bewirkt, daß es getrunken werden kann) wird also immer unsere Gesundheit beeinträchtigen - je mehr, umso regelmäßiger es eingenommen wird.

Allein das sollte schon ein guter Grund sein, Silber nicht freiwillig in den Körper aufzunehmen, zumal viele Lebensmittelhersteller es bereits ins Essen mischen, um es zu konservieren und die Textilindustrie Silber mittlerweile sogar in Socken einbaut, um dem Schweißgruch vorzubeugen. Denn alles, was in Hautkontakt kommt, wird auch von der Haut resorbiert, also aufgenommen, und gelangt in unseren Körper.

Daß Mäuse bei regelmäßigem Silberkontakt dieses nachweislich im Gehirn ansammeln, ist eine weitere erschreckende Beobachtung, deren Tragweite noch nicht abzuschätzen ist.

Leider bilden die schlauen Mikroorganismen im Laufe der Zeit auch sogenannte Resistenzen gegen Silber aus, wenn sie zu lange damit in Kontakt sind. Das bedeutet, das Silber verliert seine Wirksamkeit.

Wenn ein Mensch also beispielsweise mit Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert wird, kann eine übliche Therapie mit silberhaltigen Wundauflagen nicht mehr wirksam werden. Die Brandwunden entzünden sich, statt zu heilen.

Aber viel schlimmer noch:
Die Bakterien, die eine Resistenz entwickeln, zeigen auch gleichzeitig eine zunehmende Unempfindlichkeit gegen die Antibiotika Ampizillin, Chloramphenicol, Tetrazyklin, Streptomycin und Sulfonamide, da sie auf demselben Gen liegen.

Da es sich hierbei um unsere wichtigsten Antibiotika für den Notafall handelt, werden Menschen mit entsprechenden Resistenzen bei Gabe dieser Mittel nicht darauf rechtzeitig reagieren können und sterben.

Nicht ohne Grund hat also das Bundesministerium für Risikobewertung vorläufig von einer Verwendung von Silber abgeraten, vor allem in der neuerdings vermehrt auf den Markt drängenden Form von Nanozubereitungen.

Diese sind in ihrer Wirkung noch überhaupt nicht einzuschätzen, da sich die Eigenschaften bei Verkleinerung zu Nanopartikeln noch einmal völlig verändern.

Wer sich also richtig gruseln möchte, mag die angehängten Pdf-Dateien lesen, die die Originalbedenken des Ministeriums wegen der gesundheitlichen Risiken aufgrund unvollständiger Datenlage darlegen. 


Silber in Lebensmitteln BfR.pdf