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"Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das seine Nahrung zerstört, bevor es sie ißt."


Über Ernährung zu schreiben ist eine undankbare Aufgabe.  
Einerseits gibt es kaum ein Thema, über das nicht bereits so unglaublich viel geschrieben wurde, und andererseits gibt es für jedes ge- oder erfundene Ernährungsprinzip unerbittliche und gnadenlose Verfechter, die alle anderen Ideen verächtlich abtun, da ja ihnen ihre Überzeugung von „Experten“ in irgendeinem Medium publikumswirksam „vorgekaut“ wurde.

Selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE, der Meinungsführer im deutschen Sprachraum, nimmt für sich in Anspruch, ein „richtiges“ Konzept gefunden zu haben und verbreitet dieses unwidersprochen. Und alle plappern es nach, weil es ja eine offizielle und angesehene Gesellschaft ist. Ihre Glaubwürdigkeit zieht sie allerdings nicht aus bestätigtem Fachwissen, sondern weil ihr niemand öffentlich widerspricht. Weil andere Meinungen sofort abgeschmettert werden. Nicht mit nachweisbaren Argumenten, sondern allein mit ihrem Namen, ihrem Bekanntheitsgrad in gesellschaftlichen und politischen Kreisen. Allerdings schafft diese DGE es nicht, den Gesundheitszustand chronisch kranker Menschen mit ihren Ernährungsempfehlungen zu verbessern. Im Gegenteil, diese Erkrankungen erscheinen oft eben wegen langjährigen Befolgens ebendieser Kostempfehlung.

Eine sinnvolle und erfolgreiche Alternative ist die Frage, was unsere Vorfahren denn eigentlich so anderes gegessen haben, wie die Zusammensetzung ihrer Nahrung war. Denn sie kannten kaum Altersbeschwerden, keine Allergien, kein Rheuma, keine Herzkreislauferkrankungen und keinen Krebs. Wie Steinzeitfunde beweisen. Die Rede ist hier, wie Sie richtig gelesen haben, von den Steinzeitmenschen und ihren Vorfahren. Alle späteren Kulturen haben mit dem Erhitzen der Nahrung und der Kultivierung von Getreide und anderen Kulturpflanzen den Zivilisationskrankheiten Tür und Tor geöffnet.

Einer der grundlegenden Unterschiede ist der geringere Anteil und die Struktur von Kohlehydraten (Steinzeitkost: ca 40% der Gesamtnahrungsmenge).
Unsere heutige Nahrung enthält auf Anraten der DGE ca 70 % KH, davon viele in Form von einfachen Zucken wie Getreide (Brot, Pasta, etc) und Kartoffeln, Mais, Reis. Diese Kohlehydrate gehen schnell ins Blut und treiben den Insulinpegel schnell und immer wieder in schwindelnde Höhen. Folge: Der Diabetes, auch der Kinderdiabetes, wächst rapide. Die Kohlehydratstruktur von Gemüsen hingegen ist hochkomplex und geht nur langsam ins Blut.

Daher nennt sich der junge Zweig dieser Ernährungserkenntnisse PALEOFOOD oder zu deutsch Eiszeitkost.

http://www.paleofood.de/Paleofood/Paleo1/paleo1.html

Jahrmillionen lang hat die Evolution die Gene der Menschen bevorzugt, die mit dieser  Ernährungsform am besten klar gekommen sind. Mit anderen Worten bedeutet dies: Jeder Mensch/Vorfahre in den letzten 50 Millionen Jahren, der besser mit Paleofood zurecht kam, hatte gegenüber seinen Zeitgenossen einen beträchtlich Vorteil: Er wurde nicht krank, konnte seinen Hunger stillen und hatte folglich mehr Nachfahren. Seine Gene prägten die nächsten Generationen.
Es gab für die Vormenschen in der Natur keine andere Nahrung als Paleofood. Die Evolution des Menschen hat nicht nur unsere Gene geformt, sie hat uns auch bei Änderung dieser für uns typischen Nahrungszusammenstellung anfällig gemacht. Diese Veränderungen - weg von Fleisch, Obst und Gemüse, hin zu einer kohlenhydratreichen Kost über Jahrtausende hatte weitreichende Folgen. Sie ist schuld an Allergien, Krankheiten und Zivilisationsleiden.

Anthropologen suchten eine Antwort auf die Frage, warum  Menschen die in Gemeinschaften von Jägern und Sammlern leben, selten an Zivilisationskrankheiten leiden. Stress, wenig Bewegung und Schlafmangel sahen die Gelehrten als Hauptursachen hierfür an. Der Schluss, dass die Ernährung ausschlaggebend ist, ließ lange auf sich warten. Denn gerade die Nahrung der Naturvölker ist nach heutigen Maßstäben ungesund: Sie ist reich an Fett und Ballaststoffen und enthält viel tierisches Eiweiß. 

Das A und O einer modernen Ernährung, die Kohlenhydrate, sind Mangelware: Eine Ernährung wie sie scheinbar ungesünder nicht sein könnte.

Der überwiegenden Meinung der Mediziner heutzutage zufolge kann kein Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise der “Wilden” und ihrem erstaunlich soliden Gesundheitszustand vorliegen. Nein, er darf nicht vorliegen! Denn dadurch wären sämtliche  Theorien über den Haufen geworfen. Diese Ansicht ist blauäugig. Vom wissenschaftlich hohen Ross herab werden wie so oft Tatsachen und Fakten verkannt. Paleofood ist ein Kind der Anthropologie, der Soziologie und vor allem der Evolutionsbiologie.

Diese Ernährung besteht nicht aus Ungeziefer und Hörnern, sondern aus einem Großteil der uns verfügbaren  Nahrungsmittel. Paleofood ist die Nahrung der Naturvölker, das Essen der Steinzeitmenschen: Paleofood ist unsere artgerechte Ernährung. Bei vielen populären Essformen, wie der Trennkost, dem Vegetarismus  oder der veganischen  Ernährung sind Elemente und Ansätze Paleofoods enthalten: So besagt die Trennkost, dass Sie Fleisch mit Salat essen sollen; einfache Kohlenhydrate bleiben weg und werden extra gegessen. Vegetarier verzehren wesentlich mehr Obst und Gemüse als der Bevölkerungsdurchschnitt und achten oft auch auf die Qualität und Herkunft der Nahrungsmittel. Veganer verzichten auf Milchprodukte, allerdings aus moralischen Gründen.

Die Ergebnisse und Folgen dieser Ernährungsformen stehen Paleofood allerdings nach. Das Problem wird richtig erkannt: “Unsere derzeitige Ernährung wird uns nicht gerecht und macht uns krank.”; aber die Lösung hinkt. Übergewichtige Menschen nehmen zwar durch eine vegetarische Kost deutlich ab, erreichen aber ihr Idealgewicht nur selten. Sie können dieses Gewicht nur durch weitere Einschränkungen und Reglementierungen ihrer Nahrungszusammenstellung beibehalten. Wie auch, wenn sie trotz des gestiegenen Anteils an Obst und Gemüse vor allem einfache Kohlenhydrate im Übermaß verzehren? Veganer nehmen dagegen deutlich ab, sind in der Regel bereits nach kurzer Zeit untergewichtig und leiden an Mangelerscheinungen.  

Die Prinzipien von Paleofood sind im deutschsprachigem Raum seit dem 1967 von Dr. Wolfgang Lutz erschienenen Werk “Leben ohne Brot” bekannt. Das Buch ist heute gefragter den je. “Mit  dem Buch “The Paleolithic Prescription” wurde 1989 Paleofood auch in Nordamerika der  Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Grundprinzip von Paleofood lautet wie folgt: Essen Sie nur Nahrungsmittel, die in der freien Natur zugänglich sind und die Sie ohne Verarbeitung essen können. Dies sind Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse. Hierzu gehören aber auch Nahrungsmittel, die heute eine untergeordnete Rolle spielen: Eier, Wurzeln, Pilze, Nüsse und Beeren.

Ebenso wichtig: eine ausreichender Anteil an hochwertigen pflanzlichen Fetten/Ölen. Dabei eine möglichst ausgewogene Mischung (1:2) aus Omega3-Fetten (Leinöl, Hanföl, Rapsöl, Sojaöl, Fischöl) und Omega6-Fetten (Maikeimsöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Traubenkernöl, Sesamöl, Nachtkerzenöl, Borretschöl). Eine gute Möglichkeit hierzu bietet die BUDWIG-Kost.

Ungeeignet für Paleofood sind Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Milch und Zucker. 
Meiden Sie Lebensmittel die aus Bestandteilen hieraus hergestellt werden. Viele Fertiggerichte und Konserven taugen deshalb nichts.
Ob ein Nahrungsmittel für Paleofood geeignet ist, können Sie anhand folgender vier Regeln überprüfen: 1) Essen Sie keine Pflanzen, die roh ungenießbar sind. 2) Essen Sie keine Pflanzen und Tiere aus monokultureller Agrarwirtschaft. 3) Essen Sie keine Pflanzen, die sich ohne das Einwirken von Menschen nicht fortpflanzen können. 4) Essen Sie keine Nahrungsmittel, die erst aufgrund Gärung, Fermentierung, Erhitzen oder Abkochen entstehen und davor nicht genießbar sind.

Eine roh ungenießbare Pflanze ist zum Beispiel die Kartoffel. Produkte aus monokultureller Landwirtschaft sind  Reis, Sojabohnen, alle Getreidesorten. Fleisch- und Fischprodukte aus Massentierhaltung (wegen der enthaltenen Futter-Zusatzstoffe und der durch die Haltung und die mangelhafte einseitige Ernährung minderwertige Fleischzusammensetzung) fallen auch in diese Kategorie. Nicht fortpflanzungsfähige Pflanzen sind die  meisten Getreide, aber auch Steckrüben und genetisch veränderte Gemüse. Nahrungsmittel, die erst durch einen chemischen Prozess wie Fermentierung entstehen sind Alkohol und Essig.  Wobei diese grundsätzlich nicht ausgeschlossen sind, sondern nur wenn die Grundsubstanz für Paleofood nicht geeignet ist.


Vilhalmur Stefansson: “Cancer: Disease of Civilisation.” New York 1960

Nicolai Worm: "Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller! Mit Steinzeitdiät aus der Ernährungsfalle", Bern 2000

S.Boyd Eaton, M.Shostak and M.Konner: "The Paleolithic Prescription - a program of diet & exercise and a design for living", New York 1988

R.Audette and T.Gilchrist: "Neanderthin - Eat like a caveman to achieve a lean, strong, healthy body", New York 1999