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Als Mitglied der Vereinigung "Ärzte gegen Tierversuche" möchte ich Ihnen eine kurze Zusammenfassung unserer Überlegungen darlegen:


3 Gründe die gegen Tierversuche sprechen


1.Tierversuche sind aus ethischen Gründen abzulehnen

Tiere sind genauso wie wir Menschen schmerz - und leidensfähig. Tiere, die in Versuchen eingesetzt werden, können Freude und Trauer empfinden, und haben ein Recht darauf, vor menschlicher Gewalt und Willkür geschützt zu werden. Dass Tiere leidensfähige Lebewesen sind, ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen.

Die folgende Beschreibung eines Tierversuchs soll beispielhaft das Ausmass des Leidens der Tiere aufzeigen. Der Versuch wurde und wird immer noch unter anderem in der Phillips Universität in Marburg durchgeführt.

Beispiel eines Tierversuchs
Anhand von Affen wird untersucht, wie sie visuelle Reize im Gehirn verarbeiten. Die Affen werden mit Hilfe eines Betäubungsmittels in Narkose versetzt. Um den Kopf während der späteren Experimente fixieren zu können, werden drei Stahlbolzen in die Schädeldecke eingesetzt. Diese werden direkt in der, für das Sehen zuständigen, Gehirnrinde platziert. Nach einigen Tagen Erholung beginnen die Versuche. Dabei werden den Tieren durch die zuvor eingesetzte Stahlkammer sieben Elektroden bis in die Gehirnrinde vorgeschoben, über die die Aktivität des Gehirns abgeleitet werden kann. Den Tieren werden verschiedene optische Reize auf einem Computerbildschirm dargeboten und die dabei entwickelte Gehirnaktivität beurteilt. Das weitere Schicksal der Tiere ist nicht bekannt.

Besonders fragwürdig erscheint der Versuch, wenn man bedenkt, dass nach Millionen unschuldig getöteter Versuchstiere der Mensch immer noch nicht weiss, wie Gehirnzellen auf visuelle Reize reagieren. Es kann lediglich festgestellt werden, dass das Gehirn reagiert. Aber selbst wenn man herausfinden würde, wie das Gehirn visuelle Reize verarbeitet - welchen Nutzen brächte dieses Wissen“ Sind derartige Tierversuche, auch wenn sie von Nutzen wären, überhaupt zu rechtfertigen“



2. Tierversuche sind aus medizinischen Gründen abzulehnen

Viele Ärzte und Wissenschaftler sind sich einig, dass Krankheiten des Menschen durch Tierexperimente weder in ihren wirklichen Ursachen erforscht, noch geheilt werden können. Gesunde Tiere würden „künstlich“ krank gemacht, um „nur“ die Symptome erkennen und behandeln zu können, so die Meinung der Vereinigung "Ärzte gegen Tierversuche e.V."

Um die Problematik besser zu verstehen, könnt ihr euch beispielsweise einen gesunden Affen vorstellen, dem eine Substanz verabreicht wird, die Kopfschmerzen verursachen soll. Der Affe bekommt infolgedessen Kopfschmerzen und wird mit verschiedenen Kopfschmerztabletten behandelt, damit man herausfindet, welches Mittel am besten wirkt. Überträgt man dieses Ergebnis nun auf den Menschen ( siehe auch Punkt drei: Tierversuche sind aus methodischen Gründen abzulehnen), weiss man jetzt zwar, welches der getesteten Medikamente nun am besten gegen Kopfschmerzen hilft, hat aber noch nichts über die Ursachen, warum der Mensch eigentlich Kopfschmerzen bekommt, herausgefunden. Denn man kann aus den unterschiedlichsten Gründen Schmerzen im Kopf bekommen, entweder durch einen Gehirntumor, durch falsche Ernährung, durch Stress oder Ähnliches.

Behandelt man aber nur die Schmerzen, also die Symptome, mit Medikamenten, nicht aber die Ursache, so wird der Mensch immer wieder Kopfschmerzen bekommen, weil man keine ganzheitliche Heilung betreibt. So sehen es zumindestens die Ärzte der Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ Sie schreiben in ihrer Grundsatzerklärung:“ Das sogenannte Modell der Krankheit am künstlich geschädigten Versuchstier hat ausser gewissen Symptomen nur wenig mit der menschlichen Erkrankung zu tun, die meist chronisch verläuft und psychische, veranlagungsabhängige, ernährungs - und umweltbedingte Ursachen hat. Im Tierexperiment lassen sich diese Einflüsse - zumal in ihrer Wechselwirkung „ nicht ausreichend darstellen.“

Ein gutes Beispiel hierfür ist auch die AIDS-Forschung: Die intensive 15jährige Forschung an Affen brachte keine wirksamen Medikamente hervor, da die mit dem AIDS-Virus infizierten Affen keine Krankheitssymptome entwickelten. Man schaffte es zwar, ein anderes Virus für Affen zu entwickeln, welches ebenfalls das Immunsystem angreift, jedoch reichten die genetischen Informationen, die man daraus gewann, keinesfalls aus, um die Erkrankungsabläufe der Affen auf die Menschen übertragen, geschweige denn die Ursachen der Krankheit bekämpfen zu können.

Die erfolgreichste Therapie für die an AIDS erkrankten Menschen besteht momentan noch in der Verabreichung einer Medikamenten-Kombination, die nicht mit Tierversuchen, sondern durch die Hilfe freiwilliger Testpersonen entwickelt wurde. Zu diesem Thema äusserte sich der Nationalrat Dr. med. Paul Günter gegenüber der Solothurner Zeitung 1985: „Es sind gerade die allermodernsten Forschungsmethoden wie Zellkulturen mit menschlichen Zellen, welche neue Erkenntnisse bringen. [...] Trotz aller Tierversuche müssen zuletzt alle Medikamente am Menschen geprüft werden. Erst dort werden sich die unerwarteten Nebenwirkungen einstellen. [...] Ich stimme daher auch als Arzt der Initiative zur Abschaffung der Vivisektion ruhig zu.“ Unter Vivisektion versteht man einen operativen Eingriff am lebenden Tier.

Man könnte also die Behauptung aufstellen, dass die Medizin ihrem ursprünglichen Auftrag, Krankheiten zu erkennen, vorzubeugen und zu heilen, nicht nachkommt, solange es Tierversuche gibt. Auf die Frage, ob man Tierversuche hinsichtlich des medizinischen Aspektes folglich komplett abschaffen darf, antwortete der Chefarzt Prof. Dr. med. P. Croce gegenüber den „Tierversuchgegnern Berlin und Brandenburg e.V.“ 1986: „Meine Antwort ist nicht: man kann, sondern: man muss auf Tierversuche verzichten, um den medizinischen Fortschritt nicht aufzuhalten. Die heutige Auflehnung gegen die Tierversuche hat keine tierschützerischen Ursachen mehr. Wir müssen von einer wissenschaftlichen Auflehnung sprechen, die gar nichts mehr mit Tierschutz zu tun hat, insofern als wir uns nicht für eine Abschaffung einsetzen würden, falls Tierversuche für die Medizin irgendeinen Nutzen hätten. Aber inzwischen sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass man mit Tierversuchen aufhören soll, nicht aus Rücksicht auf das Tier, sondern aus Rücksicht auf den Menschen. [...] Ich meine die ständigen, täglichen Schäden, die der medizinischen Wissenschaft durch den Glauben an die Gültigkeit der Tierexperimente zugefügt werden.“



3.Tierversuche sind aus methodischen Gründen abzulehnen

Weiter ist der Ärzteverband "Ärzte gegen Tierversuche e.V." der Ansicht, dass Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragbar sind. Das Tierexperiment könnte keine wirkliche verwertbare Aussage darüber machen, ob und wieweit sich der menschliche und der tierische Organismus gleich verhalten.

Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung
Ratten und Affen wurden mit Dieselruss beatmet. Nach der Tötung der Tiere wurden die Lungen untersucht. Es wurde festgestellt, dass Ratten häufiger und schwerer an Lungenkrebs erkrankten als Affen. Eine erneute Auswertung der Gewebeproben ergab, dass die Einschätzung des Krebsrisikos des Menschen weder aufgrund der Ratten, noch der Affenbefunde zulässig ist. Denn die Zusammensetzung des Lungengewebes ist bei Ratten, Affen und Menschen so unterschiedlich, dass ein Vergleich nicht möglich ist und eine Aussage für den Menschen nicht getroffen werden konnte.

Die Ärzte der Vereinigung sind der Meinung, dass in jedem Fall der gleiche Versuch mit einem unkalkulierbaren Risiko und einem kaum vorhersehbaren Resultat am Menschen wiederholt werden müsste: „Vorher sei jede übertragende Aussage reine Spekulation.“ Als Beweis führen die Ärzte die Medikamente auf, die mittels Tierversuche als sicher auf den Markt kamen, und nach kurzer Zeit wieder verboten werden mussten, weil sie „beim Menschen „ im Gegensatz zum Tier - schwerwiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen hervorriefen.“

Das beste Beispiel dafür ist der Contergan- Skandal: Als Contergan, ein Schlaf „ und Beruhigungsmittel, 1957 auf den Markt kam, wurde es in den Medien als das beste Mittel für Schwangere und stillende Mütter bezeichnet. Als „wirklich neues Produkt“ habe man seine Sicherheit durch ausgedehnte Tierversuche besonders gründlich geprüft! Bei keinem einzigen Tierversuch gab es einen Hinweis auf Schädigung des Ungeborenen.

Durch die Einnahme von Contergan in einem frühen Stadium der Schwangerschaft kam es jedoch zu schweren Missbildungen der ungeborenen Kinder. In den Jahren 1958 und 1961 wurden weltweit etwa 10.000 Kinder mit Missbildungen der Gliedmassen geboren. Davon allein ca. 4.000 behinderte Kinder in Deutschland, wo das Arzneimittel stark verbreitet war.

Besonders tragisch ist der Umstand, dass es mehrere Jahre dauerte, in denen missgebildete Kinder geboren wurden, bis endlich die Zusammenhänge mit der Einnahme von Contergan erkannt und notwendige Schritte eingeleitet wurden. Als nach sieben Jahren der wohl längste gerichtliche Prozess 1970 endete, waren viele Tiere aller Arten vergeblich geopfert worden, um die Missbildungen, welche von diesem Mittel hervorgerufen wurden, zu belegen. Lediglich an einem seltenen australischen Kaninchen und an einer seltenen Affenart konnte bei vieltausendfacher Überdosierung und monatelanger Verabreichung eine Fehlbildung der Nachkommen beobachtet werden.

Zahlreiche Gerichtssachverständige, also Wissenschaftler, sagten im Prozess unter Eid aus, dass die Tierversuche niemals für den Menschen schlüssig seien. Unter diesen Gutachtern befand sich auch der Nobelpreisträger Ernst Boris Chaim, der unter anderem die antibakterielle Wirkung des Penicillins entdeckte. Laut Gerichtsprotokoll äusserte er sich am 02.02.1970: „Kein Tierversuch mit Arzneimittel, auch wenn er an vielen Tiergattungen einschliesslich Primaten unter allen erdenklichen Bedingungen durchgeführt wird, kann eine Garantie dafür geben, dass das so geprüfte Arzneimittel sich beim Menschen gleich verhält; denn der Mensch gleicht eben in vielen Beziehungen nicht dem Tier!“ Unter Primaten versteht man Affen.

Ähnlich äusserte sich auch der Herzchirurg Prof. Dr. Mosseim A. Fadali gegenüber Tierschützern im Jahr 1986: „ Ich bin der Ansicht, dass Tierversuche im Interesse der medizinischen Wissenschaft abgeschafft werden müssen. Der Hauptgrund ist, dass sie irreführend sind. Sowohl die Vergangenheit wie die Gegenwart bezeugen dies. Keine einzige medizinische Entdeckung von dauerndem Wert war jemals den Tierversuchen zu verdanken, dagegen haben die daraus gezogenen irrigen Schlüsse dem Menschen schwere Leiden und [den] frühen Tod verursacht.“

Aus diesen Gründen entwickelte man in den verschiedensten Forschungszweigen neue Methoden, um Tragödien, wie der Contergan-Skandal eine war, vorbeugen zu können:

* Tests an menschlichen Zell- und Gewebekulturen
* Computersimulationen
* Untersuchungen an Bakterien, Algen, Pilzen und Pflanzen


Diese sogenannten alternativen Methoden könnten nach Auffassung vieler Menschen sowie der Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ ein Ende aller Tierversuche einläuten.