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Eine Untersuchung des BUND weist die giftige Substanz Bisphenol A in Nuckeln nach.

BERLIN, 02.04.09 taz Das Nuckeln am Schnuller birgt bislang unbe­kannte Risiken für Babys: Zu die­sem Ergebnis kommt der Bund für Umweit und Naturschutz (BUND), der in einer Untersu­chung von zehn Babyschnullern bei allen Marken zum Teil hohe Spuren der Chemikalie Bisphe­nol A nachweisen konnte.

Bisphenol A wird vor allem bei der Herstellung von Kunststof­fen verwendet. Die hormonell wirksame Substanz steht im Ver­dacht, Unfruchtbarkeit, Schädi­gungen der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen.

Nach Angaben des BUND ist die Chemikalie sowohl in den Kunst­stoffschildern als auch in den Saugteilen der Schnuller gefun­den worden. Die Werte lagen bei den Schildern zwischen 200 und 2300  Milligramm pro Kilo­gramm Kunststoff, bei den Schnullersaugern zwischen 80 und 400 Milligramm.

„Dies ist sehr problematisch, da Babys der gefährlichen Sub­stanz durch den direkten Kon­takt mit den Schnullern extrem ausgesetzt sind - und das mehre­re Stunden am Tag; sagte Patri­cia Cameron, Chemieexpertin des BUND.

Wie Ibrahim Cha­houd, Toxikologe an der Charite (Berlin), erklärte, sei Bisphenol A besonders bei Säuglingen und Kleinkindern bedenklich, da sich diese noch in einer Entwicklungs­phase befin­den: ;,Dies kann zu irre­parablen Schäden füh­ren."

Welche Menge der Chemikalie tatsächlich durch das Nuckeln am Schnuller im Körper aufgenommen wird, kann laut BUND nicht abschließend beur­teilt werden. „Zahlreiche wissen­schaftliche Untersuchungen zei­gen jedoch, dass Bisphenol A be­reits in extrem niedriger Kon­zentration in das Hormonsys­tem des Menschen eingreifen kann", sagte Cameron.

Der BUND forderte aus diesem Grund das Bundesministerium für Ernäh­rung, Landwirtschaft und Ver­braucherschutz (BMELV) auf, in Untersuchungen die Dimension des Problems genauer zu er­fassen. Zwar habe die Europäische Be­hörde für Lebensmittelsicher­heit (Efsa) eine „tolerable Auf­nahmemenge" von Bisphenol A festgelegt. Hierbei sei aber nicht auszuschließen, dass auch bei Einhaltung dieses GrenzwertesSchädigungen beim Menschen auftreten könnten.

Das Bundesinstitut für Risiko­bewertung (BfR) kündigte an, zu prüfen, in welchen Mengen Ba­bys Bisphenol A durch die Schnuller aufnehmen. Es nehme die Ergebnisse des BUND ernst, warnte aber gleichzeitig vor Pa­nik. Wie eine Sprecherin des BfR mitteilte, reichere sich die Substanz nicht im Körper an und werde schnell ver­stoffwechselt.

Anmerkung von mir (Dr. Wolf Brockhausen): Wie ernst Ministerien die Gefährdung von Bürgern nehmen, ist jedem kritischen Bürger deutlich. Ich erinnere nur an das Atomlager Asse und ähnliches. Von ganz oben aus dem Ministerium kam in den 9oern die Anweisung, aus Gutachten Gefahrenhinweise verschwinden zu lassen und Beunruhigendes nicht zu veröffentlichen. Ministerien ist im Wesentlichen an ruhigen Bürgern gelegen, die ihnen nicht zu viel Arbeit verursachen. Da wird schnell ohne Sachverstand abgewiegelt.
Deshalb ist auch die Aussage, daß Bisphenol A sich nicht einlagere und schnell verstoffwechselt wird, durch nichts belegt. Aber es klingt doch sehr beruhigend, nicht wahr ?  ;-)))