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Die Hildegard-Medizin ist ein bißchen geheimnisumwittert, in ihrer profihaften Ausführung aber sicherlich sehr erfolgreich.

Ich stelle Ihnen hier den Verkaufsprospekt einer Firma vor, die Hildegard-Mund- und Zahnpflege anbietet. In den Schriften der Äbtissin ist ihre Mund- und Zahnpflege eine Vermischung aus Wein und der Asche des Rebstockes eben jenen Weines; der hier dargestellte Hersteller erwähnt diese Besonderheit für sein Produkt allerdings mit keinem Wort.

Mit den beschriebenen Inhaltsstoffen ist sie sicherlich eine gute Alternative zu "normalen" Zahnpasten, da sie zudem kein Fluorid enthält.

Die Erwähnung eines "zarten Schaumes" läßt allerdings auf Inhaltsstoffe schließen, die Detergentien einschließen (Fettlösende Schaumbildner). Ihre Verwendung muß jeder für sich entscheiden.

Das Mundöl zum Ölziehen (siehe gesonderte Seite auf dieser Homepage) ist hier ein Sonnenblumenöl mit Pflanzenextrakten. Welches Öl Sie zum Ölziehen verwenden, ist ohne Belang, solange es ein hochwertiges, kalt gepreßtes Öl von einem seriösen Hersteller ist (Das Reformhaus hiolft Ihnen weiter).

Wer ein mit Pflanzenextrakten angereichertes Öl vorzieht, ist hier sicherlich gut bedient. Nötig ist es nicht, da das Öl als reine Substanz die eigentliche Ölziehen-Wirkung auslöst, die noch dazu auf einem anderen Prinzip beruht, als hier dargestellt. Auf meiner "Ölziehen"-Seite erkläre ich Ihnen das Wirkprinzip genau :-))).




Der Begriff Hildegard-Medizin wurde 1970 von dem Arzt Gottfried Hertzka eingeführt, der sich auf Schriften von Hildegard von Bingen beruft. Die Verbreitung der Hildegard-Medizin konzentriert sich auf den deutschen Sprachraum, vor allem auf Österreich und Deutschland.

Die Hildegard zugeschriebenen Werke, die Hertzka als Grundlage verwendet, heißen Causae et curae (Ursachen und Behandlungen) und Physica. Der ursprüngliche Titel der Physica lautete Liber subtilitatum diversarum naturarum creaturarum, also Buch von den Feinheiten der verschiedenen Naturen der Geschöpfe. Hildegard von Bingen gibt an, darin visionäre, d.h. göttlich inspirierte Einsichten dargelegt zu haben.

Da die Originalhandschriften nicht erhalten sind und die Texte in Form von Abschriften der dritten Generation (13. bis 15. Jahrhundert) auf uns gekommen sind, ist die überwiegend vertretene Auffassung, dass Physica und Causae et curae in der vorliegenden Form nicht vollständig von Hildegard stammen. Hertzka behauptet dagegen, es handle sich um einen auf weite Strecken praktisch unverfälschten Text.

Historiker rechnen die Schriften auch nicht den so genannten Visionsschriften zu, die göttlich inspiriert seien, sondern bezeichnen sie als naturheilkundliches Alltags- und Erfahrungswissen des Mittelalters. „Die Komplexität der Textgeschichte dieser beiden Werke (...) fand in den Werken zur ‚Hildegard-Medizin‘ keine Rezeption, sondern zeigt vielmehr, ‚wie fragwürdig die bisher unter Hildegards Namen tradierte Textgrundlage des medizinisch-naturkundlichen Werkes ist‘ (I. Müller, 1998). Als Forschungsstand kann festgehalten werden, dass die Texte ‚Physica‘ und ‚Causae et curae‘ zu den nicht visionären Schriften zählen, die in ihrer Textrezeption mannigfachen Veränderungen unterworfen waren.“