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Was machten eigentlich unsere Großeltern, wenn sie Ärger mit Zahnfleisch oder Zähnen hatten?

Das heutige unübersehbare Tabletten- und Mundwasserangebot mit seinen z.T erheblich schädigenden Nebenwirkungen kannten sie glücklicherweise nicht. Sie nutzten Eigenschaften der unverfälschten Natur und heilten oder besserten damit teilweise oft nachhaltiger; zwar nicht so tabletten-bequem, dafür aber ohne jede schädliche Nebenwirkung.

Natürlich sollte bei Schmerzen im Mundbereich immer umgehend der Zahnarzt aufgesucht werden; es gibt Schmerzursachen, die nur er beseitigen kann und deren Behebung Schlimmeres verhütet. Aber zur Überbrückung ist eine Nelke im Zahn besser als ein Nierenschaden durch Tabletten.

Ich habe für meine Patienten alte Rezepturen durchstöbert, um Möglichkeiten
wiederzuentdecken, sich naturgemäß, nebenwirkungsfrei und z.T. wirkungsvoller als mit Fertigarzneien zu behandeln. Unsere alten Volksheilmittel sind vielleicht nicht ganz bequem - aber ihre Wirkung und der Erhalt unserer Gesundheit sind es wert, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Sollten Sie mit einigen Bezeichnungen nicht zurechtkommen, wird Ihnen der Apotheker gern weiterhelfen.

Zahnschmerzen:
Zur ersten Schmerzbekämpfung bei plötzlich einsetzenden Schmerzen lassen Sie sich in der Apotheke folgende Tropfenmischung herstellen:

Belladonna D6 * Aconitum D6 * Staphisagria D6   Chamomilla D6 * Mercur.sol. D12 * Zinc.met.D12  Plantago major D12 * Plantago lanceolata D3
zu gleichen Teilen auf insgesamt 50 ml. Davon 1/4-stündlich 10 Tropfen.

Wenn die Zahnschmerzen zum Auge ausstrahlen, zusätzlich Causticum D12 3-6x täglich 5 Tropfen.

Nelkenöl: Wenn ein sichtbares Loch da ist - in Nelkenöl getränkte Watte eindrücken; mehrmals auswechseln. In schweren Fällen einen gleich getränkten Wattebausch in das Ohr derselben Seite einlegen.
Sie können auch eine ganze Gewürznelke vorsichtig in das Zahnloch stecken. Nicht zu lange drinlassen, kann auf Dauer das Zahnfleisch schädigen !

Kümmelöl oder Kampferspiritus: verwenden wie Nelkenöl.
Schwedenkräuter verdünnt einreiben.
Kamille: mit lauwarmem Tee spülen oder Tinktur zum Einpinseln.
Pfefferminze: Spülen mit Tee oder mit
Pfefferminzöl (z.B. Japanisches Heilöl) einpinseln.
Myrrhe: mit der Tinktur einpinseln oder mit Wasser verdünnt spülen.
Propolis-Tinktur: (Bienenkittharz) zum Einpinseln der schmerzenden Stelle.

Heißes Leinsamensäckchen auf die schmerzende Wange auflegen.
Frischer Meerettichbrei auf die schmerzende Wange aufbringen (nur 5-10 Minuten, hautreizend!)

Nach dem Zahnziehen: erst am nächsten Tag ( ! )
Spülen mit Frauenmantel, Arnika, Calendula.
Eisbeutel verhindert Schwellungen.

Zahnungsbeschwerden bei Säuglingen und Kleinkindern:
Kamillentee, dazu Cypripedium pubescens D12  3x tägl. 5 Tropfen.
Chamomilla D4 Globuli (am wirksamsten bei einem Kind mit einer roten und einer blassen Wange), 3 Kügelchen alle 20 - 30 Minuten.
Silicea C5 Globuli, 3x täglich, bei Zahnfleischeiterungen während des Durchbruchs.
Zahnungstropfen für Kinder:  Mischen 1.0 g Nelkenöl - 4,5 g Kamillenextrakt - 4,5 g Salbeiextrakt.

Zahnungsdurchfälle mit Koliken: Majoransalbe um den Nabel herum einreiben, Rhabarber D3 3x täglich 5-20 Tropfen.
Wenn die Zähne schwer durchkommen wollen, unterstützen Eibischwurzeln und Feigenwurzeln zum Draufrumkauen erheblich.

Kräftigung des Zahnfleisches und Abwehr von Entzündungen:
Hierzu gibt es sehr viele Rezepte. Da jeder Mensch unterschiedlich reagiert, sind spezielle Empfehlungen schwierig; Sie sollten hier eigene Erfahrungen sammeln.

Spülungen:
Absud (= Abkochung) aus Zinnkraut, Salbei, Kamille, Walnußblättern, Pfefferminze, Brombeer-blättern, Holunderblüten, Arnika.
Beinwelltinktur: 20 Tropfen auf 1/2 Glas Wasser zum Spülen, oder mit dem Absud aus den frischen oder getrockneten Wurzeln spülen oder eine Breiauflage aus den frischen Wurzeln versuchen.
Salbei-Gurgelwasser: Frische Blätter zerquetschen und in Alkohol ansetzen. 8 Tage stehenlassen, durch Tuch filtrieren, abfüllen. Davon auf 1 Glas Wasser 1 Teelöffel.
jeweils 10 g Flüssigkeitsextrakt von Salbei, Schlangenwurz und Schafgarbe, 2 g Harztropfen Myrrhe, 2 Gewürznelken in 300 g 60% Alkohol. Damit 3x täglich das Zahnfleisch einpinseln oder mit Wasser verdünnt spülen.

jeweils 10 g Urtinktur von Arnika, China, Myrrhe, Echinacea; 20 Tropfen Pfefferminzöl; vermischen mit 100 g 60% Alkohol. Zum Mundspülen 20 Tropfen auf 1 Glas lauwarmes Wasser.

Myrrhen- und/oder Ratanhiatinktur: einige Tropfen ins Gurgelwasser oder unverdünnt tropfenweise einreiben.
Blutwurz-/Tormentilletinktur mit ein paar Tropfen ins Gurgelwasser geben und/oder unverdünnt einmassieren.

Meerettich kauen kräftigt das Zahnfleisch. Nicht übertreiben !

Johanniskrautöl bei Verletzungen und Wunden öfter täglich einmassieren.
Bei Bläschenbildung im Mund: Spülen mit dem Absud aus Malve und Eibisch oder aus Thymian, Salbei, Brombeerblättern.

Überhaupt kräftigt das Kauen von Brombeerblättern das Zahnfleisch; schon die römischen Legionäre führten sie im Marschgepäck mit.

Propolis zum Einpinseln des Zahnfleisches.

Bei schmerzenden Zahnhälsen über längere Zeit Kieselsäure-Tabletten öfter am Tag im Mund zergehen lassen oder 1/2 Stunde täglich eine Auflage auf die Zahnhälse mit Heilerde, anschließend hinunterschlucken.

Wenn die Zähne schon anfangen locker zu werden, versuchen Sie es, neben einer regulären Parodontose-Behandlung, mit einer Abkochung aus: 10 g Gewürznelken, 20 g Salbeiblättern, 30 g Gänseblümchenblättern, in 1/2 Glas Wasser 20 Tropfen. Mehrmals täglich längere Spülungen damit machen.

Zum gleichen Zweck Eichenrinde, Frauenmantel, Vogelknöterich, Salbei zu gleichen Teilen über Nacht kalt ansetzen, mehrmals täglich spülen.

Hefe: (Bierhefe, nicht Backhefe) ist reich an Proteinen und B-Vitaminen. Sparsam als Würze verwenden in Gemüsen, Suppen, als Brotaufstrich. Bei Parodontose sollte regelmäßig Hefe verwendet werden, jedoch nicht mehr als 10 - 15 g täglich. Es gibt sie in Form von Hefeflocken, Hefepastete, in Sojasaucen und natürlich im Bier. Zum Problem der Parodontose erfahren Sie mehr im  gleichnamigen Kapitel.

Schwangerschafts-Zahnfleischbluten: Mercurius solubilis Hahnmemanni D12, täglich 15 Tropfen, kann unbedenklich in der Schwangerschaft verwendet werden.

Zahnfleischwirksame Tees stellen Sie sich aus: Betonie, Eibischwurzel, Isländisch Moos, Odermennig, Kamille, Wiesenknopf, Lein, Eichenrinde, Weidenrinde ( noch dazu schmerzstillend !), Majoran ganz nach Belieben oder Geschmack zusammen.

Zum Behandeln von Prothesendruckstellen hat sich folgendes bewährt:  einige Tropfen Myrrhen-Tinktur in lauwarmes Wasser, spülen. Oder 30 g Tormentill-Tinktur und 50 g Myrrhentinktur unverdünnt zum Pinseln, verdünnt zum Gurgeln ( statt Tormentill auch Ratanhia).

Zur Zahnschmerz-Selbstbehandlung können Sie sich zusätzlich ein altes Verfahren der Chinesen zunutze machen, die Akupressur. Der Punkt für Zahnbeschwerden (“Dickdarm 1”) liegt auf derselben Körperseite ( wie die Beschwerden ) auf dem Zeigefinger im daumenwärtigen Nagelbettwinkel. Sie werden feststellen, daß das Pressen dieses Punktes mit einem Fingernagel oder einem spitzen Gegenstand die Schmerzen erträglicher macht.

Ich hoffe, Ihnen einige überlegenswerte Alternativen zur ”Bequem-Medizin” gegeben zu haben. Im übrigen freue ich mich über jede Anregung oder Erfahrung Ihrerseits, um die Sammlung zu ergänzen.