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Rezeptfreie Tabletten gegen Kopfweh oder Menstruations­beschwerden sind frei erhältlich aber welches hilft gezielt wobei ?

Wenn eine Tablette nicht wirkt, sind wir schnell bereit, eine zweite zu schlucken. Aber ab diesem Punkt kann es gefährlich werden. Denn es könnte sich um die Symptome einer ernsthaften Erkrankung handeln, die besser vom Arzt behandelt werden sollte oder man leidet unter unerwünschten Nebenwirkungen des falschen Mittels.

Rund 800 Prä­parate gegen Schmerzen sind bei uns rezept­frei erhältlich, die, gezielt eingesetzt, eine weitaus bessere Wirkung haben. Denn sie können auch gleichzeitig krampf­lösend, fiebersenkend oder entzün­dungshemmend wirken. Fragen Sie daher in der Apaotheke nach dem Wirkstoff.

Hier sind die wichtigsten Grundmittel zusammengefaßt:

Acetylsalicylsäure (ASS)
Namensgebend für den Wirkstoff waren die Weidengewächse (lateinisch  Salicaceae), aus denen erstmals diese Substanz gewonnen werden konnte. ASS wurde insbesondere unter dem Markennamen Aspirin®  bekannt. Durch Kochen von Weidenbaumrinden haben bereits Germanen und Kelten  Extrakte gewonnen und zu Heilzwecken verwendet. Bibergeil  (auch Castoreum), ein Drüsensekret der Analdrüse  des Bibers, enthält ebenfalls den Inhaltsstoff der Weidenbaumrinde, Salicylsäure. Es wurde bis ins 19. Jahrhundert gegen Krämpfe, hysterische  Anfälle, Nervosität u.v.m eingesetzt. Schon in der gräco-romanischen Antike wurde die Substanz gegen Epilepsie  eingesetzt.

Das Produkt wurde 1897 Aspirin genannt. Der Name Aspirin leitet sich vom Echten Mädesüß, auch Spire genannt (veraltet: Spiraea ulmaria L. heute: Filipendula ulmaria (L.) Maxim.), einem salicylathaltigen Rosengewächs, ab: 'A' (für die Acetylgruppe), -'spirin' (für den Inhaltsstoff der Spire). Aspirin® – der Markenname wurde am 6. März 1899 in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes aufgenommen – wurde 1899 zum Patent angemeldet.

Acetylsalicylsäure empfiehlt sich hauptsächlich bei Erkäl­tungskrankheiten, leichten Kopf-, Regel- und Gelenk­schmerzen. Das älteste Schmerzmittel, bekannt vor allem durch „Aspirin", ist besonders gut erforscht: Es stoppt zum einen die Botenstoffe, die den Schmerzreiz weiterleiten, verhindert daß sich Schmerz  „auf­schaukelt". Zum anderen senkt der Wirkstoff aber auch Fie­ber und hemmt Entzündungen - ist also auch bei Erkältungskrankheiten hilfreich. Wich­tig dabei: immer reichlich Wasser zur Tablette trinken - das tut den durch Viren und Bakterien angegriffenen Schleimhäuten gut. ASS-Brause­tabletten mit Vitamin C sollen schneller wirken, weil sie rascher ins Blut gelangen und Vitamin C ein zusätzliches Plus für die Abwehr­kräfte ist.

Nachteile: Acetylsalicyl­säure greift die Magenwand an und kann zu Verdauungsstörungen füh­ren. Außerdem sollte man diesen Wirkstoff drei Tage vor einer Opera­tion oder einer Zahnbehandlung nicht einnehmen, denn er setzt die Blutgerinnung herab (deshalb wird ASS in niedrigen Dosen nach einem Herzinfarkt verordnet). Auch allergi­sche Reaktionen (von Hautrötungen bis zu Atemnot) können auftreten.

Paracetamol wird im Rahmen der Selbstmedikation als Monopräparat oder Bestandteil verschiedener Kombinationspräparate zur symptomatischen Behandlung von Erkältungsbeschwerden und Schmerzen eingesetzt. Seit ihrer Einführung in den 1950er Jahren zählen Arzneimittel mit Paracetamol – neben jenen, die Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen enthalten – weltweit zu den gebräuchlichsten Schmerzmitteln.
Seit 1956 ist Paracetamol in Tablettenform mit 500 mg Wirkstoff erhältlich. 1959 wurde Paracetamol vom Münchener Unternehmen bene-Arzneimittel  als erstes Monopräparat unter dem Markennamen ben-u-ron®  auf dem deutschen Markt eingeführt.

Paracetamol ist als Fertigarzneimittel zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und des Fiebers zugelassen.Verwendung findet es vor allem bei leichten Kopfschmerzen, leichten Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Sonnenbrand und arthrosebedingten Gelenkschmerzen sowie bei Migräne.

Paracetamol ist etwas weniger ent­zündungshemmend, dafür stärker fiebersenkend als ASS. Weil es die Magenwand kaum angreift, eignet es sich vor allem für Leute mit empfindlichem Verdauungstrakt. Gezielt eingesetzt wird Paracetamol bei Fieber durch Grippe und Erkäl­tungen. Und: Die Kombination von Paracetamol und dem Wirkstoff N­Butylscopolaminiumbromid = Buscopan (stammt aus dem Stechapfel) ist besonders krampflösend. Solche Präparate (zB. Buscopan Plus) wer­den deshalb bei starken Menstrua­tionsbeschwerden, Magen-, Darm- ­und Blasenkrämpfen eingesetzt.

Ebenfalls zur Behandlung leichter bis mäßiger Schmerzen ist Paracetamol in Kombination mit Coffein (400 mg Paracetamol, 50 mg Coffein) zugelassen. Diese Kombination soll eine um das 1,3- bis 1,7-fach höhere Wirkstärke als Paracetamol allein haben und ermöglicht die Reduktion der Paracetamoldosis. Coffein verkürzt zudem die Zeit bis zum Wirkungseintritt von Paracetamol. Auch die Dreifachkombination von Paracetamol mit Acetylsalicylsäure und Coffein führt zu einer gesteigerten Wirksamkeit und wird daher von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung der Migräne und des Spannungskopfschmerzes empfohlen.

In Kombination mit Codein (Co-Codamol) oder Tramadol ist Paracetamol zur Behandlung mäßig starker bis starker Schmerzen zugelassen.

Da Erkältungskrankheiten mit Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen einhergehen können, ist Paracetamol in Kombination mit weiteren Arzneistoffen wie Antihistaminika, Hustenlöser, Hustenblockern oder Vitamin C als analgetisch und antipyretisch wirksamer Bestandteil vieler sogenannter „Grippemittel“ bzw. „Erkältungsmittel“ zugelassen.
Paracetamol zählt weltweit zu den meistverkauften Arzneimitteln. Das Monopräparat Paracetamol-ratiopharm war mit über 20 Millionen Packungseinheiten im Jahr 2008 das in Deutschland am zweithäufigsten gekaufte Arzneimittel. Auch das Kombinationspräparat Thomapyrin (12,4 Millionen Packungseinheiten im Jahr 2008) findet sich in der Top 10 der meistgekauften Arzneimittel wieder.[48]  Der jährliche Gesamtumsatz von Paracetamol in Deutschland wird auf etwa 80 Millionen Packungen mit einem Marktwert von etwa 145 Millionen Euro geschätzt.

Die meisten Paracetamol-Präparate unterliegen nicht der Verschreibungspflicht. Seit April 2009 wurden in Deutschland alle Paracetamolpräparate mit einer Wirkstoffmenge von über 10 g pro Packungseinheit (ausgenommen Zäpfchen) der Verschreibungspflicht unterstellt. Mit dieser Maßnahme soll versucht werden, die Häufigkeit durch missbräuchliche Anwendung entstandener Paracetamolvergiftungen zu reduzieren.

Nachteile: Längere Zeit sollte man Paracetamol nicht ohne ärztliche Kontrolle einnehmen - Gefahr von Nierenschäden! Vorsicht auch mit der Dosierung, vor allem bei Kindern - zu viel des hochpotenten Wirkstoffs kann schwere Lebenschäden auslösen.

Ibuprofen, ein Arzneistoff  aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika, wird zur  Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt. Es hilft ähnlich wie ASS und Paracetamal bei Fieber und Ent­zündungen, aber darüber hinaus auch bei Gelenkschmerzen, z. B. infolge sportlicher Überbelastung oder altersbedingten Verschleiß­erscheinungen.

Ibuprofen wird in Form von Tabletten, Kapseln, Salben, Zäpfchen, Granulat zum Auflösen in Wasser und Kindersäften vertrieben. Tabletten bis 400 mg (für den Akutgebrauch), Salben, Gele, Zäpfchen und zum Teil Kindersäfte zur Behandlung von Fieber und Schmerzen unterliegen in Deutschland der Apothekenpflicht und können ohne Rezept erworben werden. Höher dosierte Zubereitungen (600 mg und 800 mg) und Präparate zur Behandlung von Entzündungen und rheumatischen Erkrankungen unterliegen der ärztlichen Verschreibungspflicht. In einigen Ländern (beispielsweise in den Vereinigten Staaten, Polen, Niederlanden, Norwegen  oder im Vereinigten Königreich) ist für Ibuprofen der Selbstbedienungsverkauf teilweise mit Mengenbeschränkung im Supermarkt  zulässig.

Einige Ibuprofenpräparate (beispielsweise Dolormin®, IBU-ratiopharm®Lysinat (D), ratioDolor®akut (A) ) enthalten Ibuprofen-Lysinat, ein Salz aus Ibuprofen und der Aminosäure Lysin. Im Magen ist dieses Salz besser löslich, so dass es schneller vom Körper resorbiert wird und dadurch zu einem schnelleren Wirkungseintritt führen soll.

Anwendungsgebiete sind:  
          o rheumatoide Arthritis, juvenile Arthritis, Osteoarthritis
          o Schmerzen der Muskeln und des Bewegungsapparates
          o akuter Gichtanfall
          o Spannungskopfschmerzen, leichte Migräne
          o akute Kopfschmerzen (auch bei Höhenkrankheit)
          o Zahnschmerzen, Pulpitis, Gingivitis
          o akute Angina (Mandelentzündung)
          o akute Menstruationsbeschwerden
          o akute Mittelohrentzündung
          o Opiat-Entzug: Schmerzbekämpfung mit nicht opiathaltigen Arzneimitteln
          o Frostbeulen, Erfrierung, Mittel der Wahl zur Schmerzstillung
          o Sonnenbrand
          o Fieber

Nachteile: Nebenwirkungen wie bei ASS, meist jedoch in schwächerer Form.



Immer wieder auftretende Schmerzen müssen unbedingt vom Arzt behandelt werden. Das Gleiche gilt, wenn die Tablette nicht wirkt. Denn trotz genauer Angaben auf den Beipackzetteln richten sich viele nicht nach den vorgeschriebe­nen Dosierungen. Und schlucken nach der Devise „rezeptfrei - also harmlos" schon mal zu viel. Doch der Glaube, ein bisschen mehr könne ja wohl nicht schaden, ist ein fataler Irrtum.

Deshalb: Auch wenn der Kopf, Rücken oder Zahn extrem wehtut, ist es falsch, gleich zwei Tabletten auf einmal zu nehmen. Studien haben gezeigt, dass zwei Tabletten nicht die doppelte, son­dern nur rund 30 Prozent mehr Wirkung haben. Die Nebenwirkungen allerdings neh­men um 100 Prozent zu!

Die meisten Schmerzmittel sind Monopräparate. Das heißt, sie enthalten nur einen Wirkstoff, even­tuell angereichert mit Vitamin C oder Calcium. Es gibt allerdings auch Kombi-Präparate: Das be­kannteste, Thomapyrin, enthält z. B. pro Tablette 250 Milligramm ASS, 200 Milligramm Parace­tamol und 50 Milligramm Coffein.
Gegner der Kombi-Präparate meinen, dass diese Medika­mente wegen ihrer angenehmen psychostimulie­renden Wirkung eher abhängig machen. Befür­worter führen dagegen Vorteile ins Feld: Weil in den meisten Coffein enthalten ist, werde die Wir­kung der Medikamente um bis zu 40 Prozent er­höht. Die Einzelsubstanzen können dadurch niedriger dosiert werden - was die Neben­wirkungen beschränkt.

Auf den letzten beiden großen Schmerzkongressen in Wien und Mün­chen waren die Forscher sich immerhin darin einig: Hat ein Mensch mit einem bestimmten Schmerzmittel gute Erfahrung gemacht, kann er dabei bleiben, vorausgesetzt, er nimmt es wirklich nur im Notfall und selten ein.

Das Gefährliche an Schmerzmitteln ist, dass sie, wenn man zu lange zu viel davon nimmt, außer den erwähnten Nebenwirkungen auch ein rätsel­haftes Leiden hervorrufen können: den so ge­nannten medikamenteninduzierten Kopfschmerz. Wie er entsteht, ist noch nicht genau geklärt. Menschen mit chronischen Kopfschmerzen wer­den deshalb erst einmal „auf Entzug" gesetzt, be­vor die eigentliche Ursache ihrer Beschwerden behandelt werden kann.


Präparate für alle Fälle
Bleibt die Frage, in welcher Form man Schmerz­mittel einnimmt. In Wasser aufgelöste
Brause­tabletten sind angenehmer zu schlucken, was z. B. bei entzündetem Hals empfehlenswert ist.
Zäpfchen sind vorteilhaft für alle, die Magenpro­bleme haben. Für Kinder (die ungern Tabletten schlucken) gibt es Zäpfchen in spezieller Dosie­rung.
Kautabletten haben sich als günstig erwie­sen für alle, die viel unterwegs sind und auch mal ohne Wasser ein Mittel einnehmen. Bei so genannten
Retard-Präparaten, also solchen mit verzögerter Wirksamkeit, bleibt die schmerz­stillende Substanz länger im Blut. Allerdings ist die Anfangsdosis dann ziemlich hoch. Bessere Alternative: lieber eine Tablette eines „normalen" Präparats nehmen - und nur bei Bedarf nach ca. zwei bis vier Stunden eine zweite.

Buch-Tipp: „Das Anti-Schmerzbuch. Erfolgreiche Methoden zur Schmerzbehandlung" von Günter Gerhardt.