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Metalle
Metalle haben einen großen Einsatzbereich in der Zahntechnik. Man unterscheidet zwischen drei Materialkategorien.            
Edelmetall-Legierungen: aus ihnen stellt man Inlays/Onlays (laborgefertigte Zahnfüllungen), Kronen, Brücken und kombinierten Zahnersatz her.                             
Nicht-Edelmetall-Legierungen: sie bestehen in der Regel aus einer Mischung von Kobalt, Chrom und Molybdän.                              
Reinmetalle: sie finden in der Zahntechnik nur in Form von Titan oder Feingold Verwendung.

Kunststoffe
Kunststoffe sind dank ihrer äußerst vielseitigen Eigenschaften aus der Dentaltechnik nicht mehr weg zu denken. Zwischen folgenden Produktgruppen wird unterschieden:
 
 - Basiskunststoffe
 - Verblendkunststoffe
 - Fertigteile    
             
Basiskunststoffe: Diese Produktgruppe stellt die Kunststoffgrundlage (Basis) für die entnehmbaren Prothesen dar. Aus ästhetischen Gründen ist der Kunststoff ist rötlich eingefärbt, um so von seiner optischen Anmutung her dem Zahnfleisch zu entsprechen.  
Basiskunststoffe werden aus Polymethacrylsäueremethylester hergestellt. Zur Verarbeitung wird Basiskunststoff aus Pulver und Flüssigkeit angeteigt und entweder durch Hitze oder Druck oder aber durch eine Kombination von beiden ausgehärtet (polymerisiert). Im Labor läßt sich das Material einfach und sicher weiter verarbeiten.  
Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung bieten heute gebräuchliche Basiskunststoffe folgende Produkteigenschaften: 

 - Biokompatibilität (Körperverträglich)
 - Chemische Resistenz gegen Speichel, Speisen und Flüssigkeiten
 - Geschmacksneutralität
 - Temperaturbeständigkeit
 - Geringe Wärmeleitfähigkeit
 - Niedrige Plaqueanfälligkeit
 - Prothesen aus diesem Material lassen sich sehr einfach reparieren  

Materialbedingt gibt es auch einige Nachteile zu vermerken: Auf Grund seiner mechanischen Konsistenz muss der Kunststoff muß eine Material-Mindeststärke aufweisen und führt somit zu Platzverengungen in der Mundhöhle. Er kann das Temperaturempfinden beeinträchtigen und zu Änderungen des Speichelflusses führen. In seltenen Fällen können auch Allergien/Unverträglichkeiten auftreten. Eventuelle Anfälligkeit sollten also auf jeden Fall zunächst mit dem Zahnarzt abgeklärt werden.
 
Eine Alternative für Allergiepatienten sind Basiskunststoffe aus Polyurethan. Die Aushärtung dieser Kunststoffart erfolgt mit Mikrowellen.
  
Polyoxymethylen (Acetal, Handelsname DENTAL-D) ist ein Technopolymer. Die gleichmäßige Molekularstruktur, hoch kristallin, macht DENTAL D® zu einem Technopolymer mit den höchsten mechanischen und physikochemischen Eigenschaften. Durch das außergewöhnliche physiologische Verhalten und das weite Spektrum der mechanischen und physikochemischen Merkmale ersetzt DENTAL D® in vielen Bereichen der Zahnprothetik die bisher verarbeiteten Metalle und Acryl-Harze. Sogar zahnfarbene Klammern statt der sonst verwendeten Stahlklammern lassen sich aus Dental-D fertigen.

Allgemeine Merkmale:

Außergewöhnliche Zug- und Druckfestigkeit
Optimale Elastizität
Optimale Dimensionsstabilität
Hohe Resistenz gegen Abrieb
Hohe elastische Rückstellfähigkeit (elastisches Gedächtnis)
Sehr geringes allergisches/toxisches Potential. Wird von den meisten Allergikern vertragen

Verblendkunststoffe
Fester Zahnersatz wie Kronen und Brücken sowie herausnehmbarer Zahnersatz bestehen in der Regel aus einem Metallgerüst und aus einer darauf aufgebrachten zahnfarbenen Beschichtung. Das Metallgerüst bietet die nötige mechanische Stabilität, während die aufgebrachte Beschichtung ästhetischen Ansprüchen gerecht werden muss.  
Zur Beschichtung werden Keramiken und Kunststoffe verarbeitet.
Keramische Beschichtungen bieten aufgrund ihrer idealen Materialeigenschaften sowohl von der Haltbarkeit als auch ästhetisch die optimale Versorgung, sind allerdings auch nicht billig. Als Kostenalternative bieten sich Beschichtungen aus Kunststoff an.  
Verblendkunststoffe bestehen aus einem Trägermaterial (Matrix) und Füllstoffen. Man bezeichnet sie auch als Komposits (zusammengesetzt). Die Füllstoffe wie Quarz, Glas oder Silikate sind in das Trägermaterial, einem Kunststoff, eingebettet.
  
Vorteile von Verblendkunststoffen:
 - Einfache Verarbeitung
 - Einfache Reparaturmöglichkeit
 - Gute Mundbeständigkeit
 - Elastizität (sehr geringe Bruchgefahr bei entnehmbarem Zahnersatz)
 - Gute Farbreproduzierbarkeit 
 
Dagegen stehen folgende materialbedingte Nachteile:
 - Wasseraufnahme führt bei Füllungen zu Spaltbildungen
 - im Gegensatz zu Keramik weicher (Abnutzung auf Kronen und Brücken)
 - Neigung zu Verfärbungen (nach Tragezeit)
 - Bei Schleimhautkontakt (Brückenglieder) können Reizungen auftreten.    
        
Kunststoff-Fertigteile
Wenn umfangreichere Zahnschäden zu restaurieren sind, wird meistens entnehmbarer Zahnersatz verwendet. Die notwendigen Ersatzzähne werden von der Industrie in hoher, gleichbleibender Qualität und in allen Farbnuancen kostengünstig gefertigt. Die fertig konfektionierten Ersatzzähne sind ebenfalls aus speziellen Dentalkunststoffen gefertigt und werden individuell in die Prothesen integriert.  

Die Vorteile:
 - Relativ weich
 - keine Schädigung der Gegenzähne
 - Sehr gut polierbar
 - Hohe Gewebeverträglichkeit  

Nachteile:
 - Relativ schnelle Abnutzung
 - Höhere Anfälligkeit für Plaqueablagerungen 
                            
Keramik
Beim hochwertigen Zahnersatz spielt Keramik auf Grund seiner beinahe idealen Materialeigenschaften eine besondere Rolle. Wenn es daher um die Realisierung höchster Ansprüche hinsichtlich Ästhetik, Haltbarkeit und Biokompatibilität geht, steht die Dentalkeramik fast auf gleicher Stufe wie die natürlichen Zähne. Je nach Einsatzbereich kommen folgende Keramikmaterialien zum Einsatz:

 - Verblendkeramik
 - Presskeramik
 - Fräskeramik
 - Oxidkeramik 
            
Verblendkeramik
Von allen in der Dentaltechnik verwendeten Materialien kommt Keramik der Konsistenz der natürlichen Zähne am nächsten. Keramik hat hat jene faszinierende Mischung von Reflektion und Transluminizenz, die durch Lichtstrahlen auf natürlichen, gesunden Zähnen erzeugt wird. Zudem kann mit der Kunstfertigkeit erfahrener Keramikspezialisten auf der Zahnoberfäche eine absolut authentische Farbgebung realisiert werden. Das Resultat ist ein Zahn, der in seiner Ausstrahlung und Vitalität manch natürlichen Namensvetter ganz alt aussehen läßt.  
Neben dem ästhetischen Anspruch gibt natürlich noch eine ganze Reihe von weiteren Anforderungen, die Keramikverblendungen alltagstauglich und langlebig machen. So ist zum Beispiel die unerreichte Materialhärte für eine extrem hohe Festigkeit und für eine fast unbegrenzte Haltbarkeit verantwortlich.  
Mit Verblendkeramik werden Kronen und Brücken zahnfarben beschichtet. Dentalkeramik besteht in der Hauptsache aus Feldspat, Quarz und Kaolin, sowie Zusätzen verschiedener Oxide, die für die Farbgebung wichtig sind.  

Vorteile:

 - Hervorragende Reproduktion der natürlichen Zähne
 - Farb- und Formgebung nicht vom Original unterscheidbar
 - Höchste ästhetische Eigenschaften
 - Fast gleiche Härte wie natürlicher Zahnschmelz
 - Absolute Mundbeständigkeit
 - Sehr starke Plaqueresistenz
 - Vollkommene Geschmacksneutralität
 - Geringe Wärmeleitfähigkeit, dadurch
 - kein sensibles Heiß-/Kaltempfinden auf den Pfeilerzähnen
 
Nachteile gibt es praktisch keine. Materialbedingt ist herausnehmbarer Zahnersatz empfindlicher gegen mechanische Überbeanspruchung und neigt eher zu Sprüngen oder Brüchen. Eine gute Konstruktion bei der Fertigung im Labor und ein fachgemäßer Umgang im Alltag schließt derartige Schäden allerdings fast vollständig aus.  

Presskeramik
Aus diesem Werkstoff werden Kronen, kleinere Brücken, Onlays und Inlays sowie Veneers (keramische Verblendschalen) hergestellt. Presskeramik wird industriell gefertigt und entspricht hinsichtlich seiner Materialkonsitenz und seiner ästhetischen Eigenschaften dem höchst verfügbaren Standard.
  
Vorteile:

 - Wegfall der Metallgerüste und damit
 - Beste Farbreproduzierbarkeit durch Chamäleoneffekt, dadurch
 - Farbübernahme durch die Restzähne
 - Keine grauen, unnatürlich wirkende Zahnfleischränder
 - Im Mund nicht oder kaum zu erkennen
 - Höchste Plaqueresistenz
 - Beste Gewebeverträglichkeit
 - Hervorragende Passgenauigkeit 
 
Nachteile:

Zur Einklebung der Vollkeramik muß (zur Zeit noch) ein hochaggressiver Kleber verwendet werden, der möglichewrweise Allergien und Unverträglichkeiten auslösen kann. 
          
Fräskeramik
Diese neue Technik zeichnet sich vor allem durch eine präzise und sehr schnelle Fertigungstechnik (kurze Wartezeiten) aus. Zum Einsatz kommen Computer-gesteuerte Präzisionsfräsmaschinen, die Kronen, Inlays, Veneers und Brücken aus vorkonfektionierten, hochwertigen Keramikblöcken herausgefräsen. 
 
Vorteile:

 - Sehr hohe Passgenauigkeit
 - Sehr gute Farbwiedergabe  
Nachteile:

 - Teurer Maschinen- und Werkzeugeinsatz
 - aggressiver Kleber, siehe oben   
        
Oxidkeramik - Zirkonoxid (Zirkonia)  
Aus ihr werden Kronen und Brücken gefertigt. Hauptvorteil dieser Keramikwerkstoffe ist, daß sie ohne Metallgerüste verarbeitet werden, da sie aufgrund ihrer eigenen Festigkeit das Metallgerüst vollwertig ersetzen. Dieses Material ist mit herkömmlichen bewährten Klebern zu befestigen. Der Nachteil des aggressiven Klebers bei sogenannten Weichkeramiken entfällt daher. Somit stellen die Zirkonoxidkeramiken zur Zeit die empfehlenswerteste Zahnersatzsubstanz dar.